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Karofé

Im südburgenländischen Großpetersdorf eröffnete mit dem Karofé eine Kaffeerösterei mit Café, die auf einer persönlichen Idee von Architekt Matthias Raiger basiert. Der frühere Partner von Gerner Gerner Plus, der sich vor einigen Jahren selbstständig machte, übernahm das Gebäude von seinem aus Großpetersdorf stammenden Großvater und ließ es umfassend generalsanieren. Von Anfang an stand fest, dass hier gemeinsam mit seiner Frau Karolin eine Rösterei mit Café entstehen sollte – daraus leitet sich auch der Name „Karofé“ ab. Als Architekt legte Raiger von Anfang an großen Wert auf Qualität und stimmige Details, was sich unter anderem in der professionellen Röstmaschine aus den Niederlanden und der hochwertigen Siebträgermaschine aus Italien widerspiegelt.
 
Unsere Aufgabe war es, für das vergleichsweise kleine Projekt passende Stühle und Tische zu finden. Wichtig war uns dabei vor allem, im Innenraum und auf der Terrasse dasselbe Stuhlmodell einzusetzen – das lässt den Innenraum größer wirken. Unsere Empfehlung fiel auf das Modell „Philía" (Design: Odo Fioravanti): Seine horizontalen PVC-Schnüre verleihen ihm die Leichtigkeit italienischer Möbel der 60er- und 70er-Jahre und lassen ihn im Innenraum nicht sofort wie einen klassischen Terrassensessel wirken. Die weiße Farbgestaltung, für die sich der Bauherr entschied, unterstreicht diese Leichtigkeit zusätzlich.
 
Das Projekt ist auch deshalb erzählenswert, weil es Mut braucht, so etwas in einem relativ kleinen Ort im Südburgenland zu eröffnen. Das Café wurde von Beginn an gut angenommen, mittlerweile kommen Gäste auch aus weiter entfernten Orten ins „Karofé", um dort einen perfekten Espresso, Cappuccino oder Verlängerten zu genießen – und vielleicht auch wegen des besonderen Ambientes.


Architektur: Matthias Raiger (raiger.design)

Karofé
Hauptstraße 8
7503 Großpetersdorf